Die erste Veranstaltung im neuen Amtsjahr der Jungen Union Strohgäu war direkt eine digitale. In Kooperation mit der CDU Asperg. hatte der Gebietsverband eine Diskussionsveranstaltung mit unserer Landtagskandidatin Andrea Wechsler und den Besitzern des sich im Asperger Osterholz befindlichen Clubs Waldhaus organisiert.

Gut eineinhalb Stunden tauschten sich die örtlichen Mandatsträger und interessierte Gäste aus dem ganzen Umkreis mit den Selbstständigen aus. Ramon Peao und Birgit Hörer hatten derweil ungewohnt viel Positives über die Hilfen für die so gebeutelte Veranstaltungsbranche zu vermelden. „Für uns waren die Hilfen aus dem Hilfsfond erst einmal überraschend“, erklärte Peao. „Wir hatten damit erst einmal nicht gerechnet. Und letztlich kamen sie auch recht schnell bei uns an.“ Doch eins ist auch für den Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands und des JU-Gebietsverbands, Tobias Weißert, klar: „Die Hilfen müssen trotz allem unbürokratischer und digitalisierter bei den Selbstständigen ankommen.“ Dies war einer der Punkte, den auch Andrea Wechsler von den Waldhaus-Inhabern mitnahm.

Die auch sehr junge Zuhörerschaft hatte derweil viel Ermutigendes für die beiden Gäste zu vermitteln. Das Waldhaus sei eine einmalige und wichtige Institution für die Jugend im Strohgäu und in Ludwigsburg und dürfe keinesfalls schließen. Auch wenn der Versuch, im Sommer einen Biergartenbetrieb einzurichten, letztlich scheiterte, munterte auch der Vorsitzende der Jungen Union Kreisverband Ludwigsburg, Lukas Tietze, auf: „Nicht aufgeben. Sie sollten weiterkämpfen und neue Mittel und Wege finden, um sich über Wasser zu halten.“ Denn wann und ob das Waldhaus wieder öffnen kann, weiß Stand jetzt niemand.

Auch Andrea Wechsler sieht die Situation als schwierig an. Gerade, weil eben keine klaren Aussagen getätigt worden sind: „Die Gastronomen und insbesondere die Veranstaltungsbranche hat es hart getroffen. Das ist das einzige Geschäft, das sie haben und die einzige Einnahmequelle ist nun mal das Feiern, was schlichtweg zurzeit nicht möglich ist. Aber gerade deshalb sollte ihnen eine Perspektive gegeben werden.“

Eine Perspektive wünschen sich auch Peao und Hörer. Auf der anderen Seite sagen die Beiden selbst, aktuell wären sie gar nicht bereit, zu öffnen, da das Infektionsgeschehen viel zu undurchsichtig sei. Für mögliche Hilfsmittel stehen sie aber offen. Man könne sich durchaus vorstellen, mit Schnelltests etwa im Sommer wieder zu öffnen oder mit einer weiter verbesserten Corona-Warn-App zu arbeiten. Auch um eine verbesserte Lüftung in Form eines Luftfilters, der die Luft im Raum regelmäßig auswechseln und somit die Verbreitung der Viren verhindern soll, will sich Peao kümmern.

Doch bis es soweit ist, wird es wohl noch etwas dauern. Und so harren Peao und Hörer aus, warten auf hoffentlich baldige weitere Corona-Soforthilfen und auf bessere Zeiten. In denen die Jungen und Junggebliebenen wieder ins Asperger Osterholz pilgern, um zu den Bässen von DJ Uli zu tanzen und das Leben zu genießen. Ohne die Angst einer Infektion in sich tragen zu müssen.

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