Ein turbulentes Jahr hat die Junge Union Kreisverband Ludwigsburg mit einem geselligen Spieleabend beendete. Beim Online-Spieleklassiker Among Us ließen die Jungunionisten ein Jahr voller Herausforderungen Revue passieren. Während des Mehrspieler-Deduktionsspiels konnte auch abseits über eine Videokonferenz ausführlich diskutiert werden. Themen gab es zum Jahreswechsel schließlich genug: Der auch über Silvester verhängte Corona-Lockdown, das Superwahljahr 2021 und nicht zuletzt die Wahl des Bundesvorsitzenden der CDU Mitte Januar.

Politisch wurde es dann auch gleich drei Tage nach Neujahr. In vier Sitzungen werden die Mitglieder des Kreisverbandes über das Grundsatzprogramm diskutieren. Dieses war in den vergangenen Monaten vollkommen digital in mehreren Arbeitsgruppen ausgearbeitet und verbessert worden. Die finale Version des 25-seitigen Papiers wird nun an mehreren Diskussionsterminen besprochen und weiter verfeinert. Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Lukas Tietze, erklärt hierzu: „Ich bin mit dem ersten Entwurf unseres Grundsatzprogrammes sehr zufrieden und stolz auf meinen Verband für die geleistete Arbeit. Wir haben als Junge Union nicht nur gezeigt, dass Parteiarbeit auch auf digitalem Wege stattfinden kann, sondern dass wir uns trotz erschwerter Umstände weiterhin mit ganzer Kraft politisch für unsere Themen einsetzen. Wir werden weiterhin auf diesem Weg bleiben und unsere Themen nun gezielt in den Wahlkampf der CDU einbringen. Denn Fakt ist: Die anstehenden Wahlen sind insbesondere für die junge Generation eine richtungsweisende Entscheidung. Wir setzen ganz klar auf eine ideologiefreie Politik, die mit Mut und Gestaltungswillen unsere Zukunft und die Probleme des nächsten Jahrzehnts aktiv anpacken wird.“

Den Höhepunkt des Jahresauftakts im CDU-Kalender bildet der sonst in der Markgröninger Stadthalle stattfindende Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbands Ludwigsburg. Aufgrund der Corona-Situation musste dieser jedoch erstmals digital ausgetragen werden. Die traditionelle Eröffnung durch den Kreisvorsitzenden und EU-Parlamentsvizepräsidenten Rainer Wieland übernahm aus aktuellem Anlass die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Susanne Eisenmann. Die Bildungsministerin hatte wegen des verspäteten Krisengipfels von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Länderchefs zu einer Sitzung des baden-württembergischen Ministerrats weitergemusst.

Die traditionellen Reden von Ex-Ministerpräsident und Ex-EU-Kommissar Günther Oettinger und Rainer Wieland jedoch fehlten ebenso wenig wie das Singen der Europahymne sowie der Nationalhymne. Die sonst prall gefüllte Stadthalle am Benzberg wurde in diesem Jahr somit durch eine Rekordanmeldung von über 300 Anmeldungen von Interessierten und Mitgliedern der CDU ersetzt. Doch ersetzen kann den Pflichttermin am 5. Januar des Jahres wohl nichts. Und so hofft nicht nur die Junge Union, dass jener im kommenden Jahr wieder physisch durchgeführt werden kann.